Skip to content Skip to footer

Die Berufung des Mose

Mose ist ein Pilger auf der Flucht. Er hat Ägypten hinter sich gelassen, ist in der Wüste von Midian untergetaucht und hütet Schafe. Er glaubt, seine Geschichte sei zu Ende. Doch Gottes Wege beginnen oft dort, wo unsere Sackgassen enden. Am Berg Horeb sieht Mose ein Feuer, das brennt, aber nicht verbrennt. Er bleibt stehen. Er wendet sich um. Aus dem Dornbusch spricht der Gott seiner Väter. Er fordert Mose auf, die Schuhe auszuziehen, denn selbst der staubige Wüstenboden ist heiliger Boden, wenn Gott da ist. Hier offenbart sich der Höchste nicht als ferne Macht, sondern als Gott der Anteilnahme: „Ich habe das Elend meines Volkes gesehen und ihr Geschrei gehört.“ Gott leidet mit. Und er ruft Mose, den Zögerlichen, den Stotterer, zurück auf den Weg. Mose hat Angst: „Wer bin ich schon?“ Doch Gott antwortet nicht mit einer Liste von Moses Qualitäten, sondern mit einer Zusage seiner eigenen Gegenwart: „Ich werde mit dir sein.“ Der Gottesname JHWH – „Ich bin der, der da ist“ – wird zum Proviant für die unmöglich scheinende Mission: Ein Volk aus der Sklaverei in die Freiheit zu führen. Der einsame Hirte wird zum Hirten des Volkes Gottes.  

Welcher „Dornbusch“ brennt vielleicht gerade in meinem Leben – ein Ereignis oder ein Gedanke, der meine Aufmerksamkeit fordert – und habe ich den Mut, stehenzubleiben und genau hinzusehen?

Subscribe
Notify of
guest

0 Comments
Älteste
Neuester Meistgewählt
Inline Feedbacks
View all comments

40 Worte zur Fastenzeit

von Bischof Josef Stübi
Verzicht nimmt nicht. Verzicht gibt. Er gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen.

(Martin Heidegger, 1889-1976)

40 Worte zur Fastenzeit

von Bischof Josef Stübi
Jeder kann zaubern, jeder kann seine Ziele erreichen, wenn er denken kann, wenn er warten kann, wenn er fasten kann.

(Herman Hesse,1877-1962)

40 Worte zur Fastenzeit

von Bischof Josef Stübi
Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebenso wenig verzichten wie auf meine Augen. Was die Augen für die äussere Welt sind, das ist das Fasten für die innere.

(Mahatma Gandhi, 1869-1948)

40 Worte zur Fastenzeit

von Bischof Josef Stübi
Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu! Gib dem Hungrigen von deinem Brot und dem Nackten von deinen Kleidern! Wenn du Überfluss hast, dann tu damit Gutes und sei nicht kleinlich, wenn du Gutes tust. Such nur bei Verständigen Rat; einen brauchbaren Ratschlag verachte nicht!

(Tobit 4,15a-16.18.)

Glaube & Gemeinschaft

Folge glaubenspiazza auf Instagram und TikTok. Dort findest Du Gedanken und Worte, die tragen.

Werde Teil unserer Community. 🤍

40 Worte zur Fastenzeit

von Bischof Josef Stübi
Gott, in deiner Liebe und Güte hast du uns gelehrt, dir in Busse, Gebet, Fasten und Nächstenliebe nahe zu sein. Nimm unser Fasten als Zeichen des guten Willens und und richte uns auf, wenn wir schwächeln, durch deine unendliche Barmherzigkeit; durch Jesus Christus, unseren Bruder Amen.