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Maria und Josef auf Herbergssuche – die verschlossenen Türen

Pilgernde der Hoffnung kommen nicht immer in offenen Armen an. Maria und Josef erreichen Bethlehem, gezeichnet von der langen Reise, die Füsse staubig, die Kraft am Ende. Sie suchen, was jeder Mensch braucht: Einen geschützten Raum, ein Dach, ein wenig Wärme. Doch sie stossen auf verschlossene Türen. „Kein Platz in der Herberge.“ Ein Satz, der wie ein Urteil klingt. Bethlehem ist voll – voll von Menschen, voll von Geschäften, voll von Lärm. Es ist kein Raum mehr für das Geheimnis Gottes, das anklopft

Diese Station hält uns den Spiegel vor: Wie oft steht die Hoffnung vor unserer Tür, und wir sind zu beschäftigt, um zu öffnen? Gott drängt sich nicht auf. Er bricht keine Türen auf. Wenn die Paläste und die Gästehäuser besetzt sind, zieht er weiter zum Stall. Die Herbergssuche zeigt uns die Tragik einer Welt, die alles hat, aber keinen Platz für ihren Schöpfer. Und doch resignieren Maria und Josef nicht. Sie bleiben Pilgernde, die wissen: Wenn die Menschen uns abweisen, wird Gott uns einen anderen Ort bereiten. Die Hoffnung findet ihren Platz, auch wenn es der Ärmste von allen ist.

Wo ist mein Leben so „besetzt“ und vollgepackt, dass ich das Leise und Wesentliche an der Tür abweise?

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