Skip to content Skip to footer

Die Glaubenspiazza lebt von Menschen wie Dir. Von Deinen Gedanken, Deinen Fragen, Deinen Hoffnungen – und all dem, was Dich im Alltag berührt. Mit ‹Post aus der Community› möchten wir einen Ort schaffen, an dem genau das Platz hat: Deine Perspektiven.

Vielleicht möchtest Du eine Erfahrung teilen, die Dich inspiriert hat. Vielleicht bewegt Dich ein Thema, das Du zur Diskussion stellen möchtest. Oder Du hast einen Impuls, der anderen gut tun könnte. Was immer es ist – wir freuen uns darauf.

Deine Einsendungen werden von unserem Team gesichtet und – wenn sie thematisch passen – auf der Glaubenspiazza veröffentlicht. So entsteht ein lebendiger Austauschraum, der von vielen getragen wird. Offen, respektvoll und neugierig auf das, was Menschen miteinander teilen können.

Schick uns Deine Post per E-Mail an
info@glaubenspiazza.ch
Wir sind gespannt auf das, was Du beitragen möchtest.

Kürzlich habe ich in einem Magazin einen Artikel gelesen über einen Bürgermeister eines  Vororts von New York. Er ist ein Einwanderer einer italienischen Familie. Er hat keine Sekretärin und keinen Chauffeur. Er geht auf die Strasse, spricht mit den Leuten. Er besucht Schulen, Altersheime und nimmt seinen Lunch in der «Bar ums Eck» ein. 

Die Menschen erzählen von ihm, er sei einer, der «anpackt». «Geht nicht», gibt es bei ihm nicht. 

Wenn die Schule Stühle braucht, sagt er sie zu. Wenn im Ramadan ein Halbmond auf dem Dorfplatz leuchtet, ordert er auf Wunsch der Christen und Christinnen auch auch ein Kreuz, um die Fastenzeit sichtbar zu machen. An der Brücke im Stadtzentrum lässt er ein Schild anbringen: Here is no place for hate. 

Er schaut, was Menschen brauchen und sagt es ihnen zu – ohne immer schon eine Lösung parat zu haben. «Die Lösung kommt danach», sagt er. 

Seine Einstellung begeistert mich. Ichh «zerbreche» mehr und mehr daran, dass «gute Ideen» immer ein Konzept oder gar einen Businessplan brauchen. Ideen werden im Keim erstickt  – oft auch in der Kirche.

Lasst uns einfach beginnen! Die Lösung kommt oft von alleine. 

Man könnte auch sagen: Habt Vertrauen!

Sibylle Hardegger 

Eure Meinung, bitte!

Vor einigen Jahren war ich in Oberammergau, um die bekannten Passionsspiele anzuschauen. Daneben blieb auch Zeit, die vielen Geschäfte mit religiösen Gegenständen zu besuchen. Die Auswahl an Kreuzen ist in Oberammergau riesig! Ein Kreuz ist mir dabei sofort ins Auge gesprungen. Jesus bewegt sich vom Kreuz weg. Er springt vom Kreuz … oder wie immer man das deuten möchte.

Ich möchte Euch hier fragen: Was denkt ihr zu diesem Kreuz? Könnt ihr damit etwas anfangen? Ist es gotteslästerlich?

Schreibt mir doch bitte Eure Gedanken in die Kommentare. Es interessiert mich sehr, denn ich überlege, ob ich das Bild als Osterkarte versenden soll.

Sibylle Hardegger

PS: Nach Ostern schreibe ich Euch gerne meine Gedanken dazu auf Instagram.

Frühlingsanfang – ein Zeichen der Zeit

Der Frühling beginnt, es grünt.
Die Knospen brechen auf, zaghaft – und doch mit einer Kraft, die sich ihren Weg bahnt.

Der Frühling ist mehr als eine Jahreszeit.
Er ist ein Zeichen der Zeit.

Wie die Frauenfrage in der Kirche.

Es ist gut, dass benannt wird, was lange übersehen wurde:
dass sich Frauen in der Kirche mitunter nicht mehr zuhause fühlen.

Denn es geht um Gleichwürdigkeit, die heute gelebt werden will.

Der Frühling zeigt uns:
Was wachsen will, sucht sich Raum.

So können auch wir dazu beitragen, Raum zu geben:
für Stimmen, die lange zu leise waren,
für Beteiligung und Teilhabe, die mehr sind als Symbol,
für eine Kirche, die aus der Würde aller lebt.

Der Frühling erinnert uns daran:
Die Zeit ist nicht irgendwann.
Die Zeit ist gekommen.

Barbara Melzl

Letzte Woche bin ich in der Staatsbibliothek München angestanden, um eine wertvolle Bibel zu bestaunen: eine Gutenberg-Bibel.
Gedruckt um 1455 mit beweglichen Lettern – ein Meilenstein der Kulturgeschichte – und für zwei Tage zugänglich wie sonst kaum.

Ein junges Mädchen fragte ungeduldig in der langen Schlange:
„Wie viel ist diese Bibel hinter der Vitrine wert?“
Ihr Vater antwortete:
„Von unschätzbarem Wert.“

Dieser Satz ging mir nicht mehr aus dem Kopf.

Während des Wartens kam mir auch eine andere Bibel in den Sinn, die mich vor rund einem Jahr tief berührt hat: die Bibel von Moutier-Grandval.
Über 1200 Jahre alt. Von Mönchen mit Geduld, Hingabe und grosser Kunstfertigkeit von Hand geschrieben.
Letztes Jahr war diese Heilige Schrift für drei Monate in Delémont zu bewundern.

Zwei Bibeln. Zwei Epochen.

Diese Bibeln sind weitaus mehr als sehr wertvolle alte Bücher.
Die Bibel ist eine Quelle für Kraft, Orientierung und Inspiration.

Beim Anblick spürte ich Ehrfurcht –
und eine tiefe Wertschätzung.
Für das, was uns durch die(se) Bibel geschenkt ist.

Voll Demut und voller Freude darüber,
dass sich so viele Menschen an dieser Heiligen Schrift erfreuten,
ging ich weiter – mit Lust auf mehr Bibel.

Barbara Melzl

Diese Woche war ich im Gottesdienst in der Kapelle der Einsiedelei in der Solothurner Verenaschlucht. 

Wir haben dort auch gemeinsam gesungen. Schon Augustinus sagte: „Wer singt, betet doppelt.“

Beim anschliessenden Mittagessen wurde der Lobpreis zum Tischgebet.
Und plötzlich war dieser Satz aus dem Evangelium ganz spürbar:
„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Gemeinsames Singen hat etwas Besonderes.
Es verbindet.
Es öffnet.
Es stimmt uns aufeinander ein.

Dabei musste ich an den Dokumentarfilm „Melodie“ denken, den ich kürzlich an den diesjährigen Solothurner Filmtagen gesehen habe – und der jetzt im Kino angelaufen ist.
Der Film zeigt, wie Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft im Singen Kraft, Trost und Lebensfreude finden – vom Sinn und Glück des Singens, quasi. In „Melodie“ wird
Singen zur Ehre Gottes und zur Freude des Menschen auf berührende Weise sichtbar.

Wer singt, hört auch auf die anderen.
Und wer zuhört, beginnt sich einzustimmen.

Gerade in einer Zeit voller Spannungen ist das eine leise, aber starke Erfahrung der Hoffnung:
Gemeinsam singen – und spüren, dass wir miteinander verbunden sind.

Barbara Melzl

Bis vor einer Woche war ich in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Oman unterwegs. Am 18. Februar hat auch dort der Ramadan – der Fastenmonat – begonnen. Dazu ertönte überall die Grussformel: «Ramadan Kareem!», was übersetzt «Grosszügiger Ramadan» heisst. Beantwortet wird der Gruss mit «Ramadan Mubarak» was soviel wie «Gesegneter Ramadan» heisst. Die islamische Fastenzeit ist fröhlich und bunt. Es werden Beleuchtungen montiert. Ähnlich wie wir es von der Advents-und Weihnachtszeit kennen. Dadurch ist der Ramadan im Alltag allgegenwärtig.

Es ist eine Zeit der Besinnung, der Grosszügigkeit und des Fastens … und so habe ich es erfahren: Eine Zeit der Zuwendung und der Freude. 

Diese Erfahrung wirft für mich eine neue Perspektive auf die christliche Fastenzeit. 

Sibylle Hardegger

Menschen der Hoffnung – Farben der Hoffnung

Als neulich im Gottesdienst der Hirtenbrief von Bischof Felix Gmür verlesen wurde, blieb ich mitunter bei einem Gedanken hängen: 
Hoffnung ist kein grelles Scheinwerferlicht, sondern ein leises, unbeirrbares Leuchten.
Gerade in unsicheren Zeiten.

Dabei musste ich an Margot Käßmanns Buch „Farben der Hoffnung“ denken.
Denn dort bekommt Hoffnung Farbe – ganz konkret. 

Blau steht für die Hoffnung auf Gerechtigkeit.
Orange für die Hoffnung auf Frieden.
Rot für die Hoffnung auf Liebe.
Pink für die Hoffnung auf Glück.
Gelb für die Hoffnung auf Bewahrung der Schöpfung.
Grün für die Hoffnung auf Zukunft.

Das sind keine abstrakten Begriffe.
Das sind die Sehnsüchte unserer Zeit.

Der Hirtenbrief ruft uns dazu auf, Menschen des Lichts zu sein – Menschen der Hoffnung.
Nicht zu resignieren, sondern Hoffnung konkret werden zu lassen.
In unserem Miteinander. In unseren Entscheidungen.

Vielleicht bedeutet das:
Heute ein Stück Gerechtigkeit wagen.
Heute Frieden suchen.
Heute Liebe zeigen.
Heute Glück teilen.
Heute die Schöpfung achten.
Heute Zukunft möglich machen.

Hoffnung ist Haltung.
Und sie bekommt Farbe – durch uns.

Barbara Melzl

Um mich auf die Fastenzeit einzustimmen, habe ich mich mit der Thematik der Unverfügbarkeit auseinandergesetzt. Diese Perspektive hat meinen Blick geschärft – und dem Fasten eine neue Tiefe gegeben.

Fasten bekommt vor diesem Hintergrund eine neue Bedeutung.
Es ist mehr als der Verzicht auf Gewohntes – auf Süsses, (soziale) Medien, Alkohol oder Konsum. Es ist ein bewusster Schritt aus der Logik der permanenten Verfügbarkeit.

Denn: Ich unterbreche. Ich stille nicht jedes Bedürfnis augenblicklich.

Wir leben in einer Zeit, in der schnelle Reaktionen, permanente Erreichbarkeit und unmittelbare Ergebnisse erwartet werden.
Doch Vertrauen entsteht nicht auf Knopfdruck.
Resonanz lässt sich nicht verordnen.
Sinn kann nicht produziert werden.

Was wirklich trägt, entzieht sich unserer Kontrolle.

Gerade darin liegt die Kraft des Fastens.
Es ist nicht nur individueller Verzicht, sondern eine leise Gegenbewegung.
Eine Unterbrechung.
Und Unterbrechung schafft Raum.
Raum für Wahrnehmung.
Für Beziehung.
Für das, was nicht gemacht, sondern nur empfangen werden kann.

Die Fastenzeit lädt uns ein, diese Haltung bewusst einzuüben – im Kleinen wie im Grossen.

Barbara Melzl

Bestohlen

Es geschah im Zug. Ich sass im Ruhewagen. Das sind jene Wagen, die das Zeichen «Psst» tragen und wo Telefongespräche – eigentlich – nicht erlaubt sind. Also bin ich durch die Glasschiebetür raus in den Vorraum und habe meinen Anfruf dort getätigt. Ich stand kaum 2 Meter von meinem Sitzplatz, auf dem ich Jacke und Rucksack deponiert hatte. Gefühlt hatte ich meine Sachen immer im Blick. Eben: gefühlt. Als ich an meinem Sitzplatz zurückkam, fiel mir auf, dass mein Rucksack geöffnet war. Ein Blick genügte, die Geldbörse war weg, Jemand hat mich bestohlen! Ich wurde so richtig sauer. Nicht weil ich viel Geld mitgetragen hatte (es waren nur 10 Schweizer Franken), aber so ein Diebstahl setzt eine ganze Maschinerie von Handlungen in Gang: Bankkarten sperren über Notfallnummer, Bahnabo sperren, Anzeige bei der Polizei – weil auch der Fahrausweis und die Identitätskarte weg waren. … Es nervt einfach! Immer und immer wieder bin ich die Situation im Zug in meinem Kopf durchgegangen. Und ja, mir ist eine Frau aufgefallen, die mehrmals den Gang im Wagen auf und ab ging. Ich sah sie durch die Schiebetür. Doch sie ist nie an mir vorbeigegangen. Ob sie potentielle Opfer auserkoren hat…? Und der Mann auf dem Sitzplatz über den Gang war auch weg als ich vom Telefonat zurückkam. Ich erinnere mich, dass er oben auf der Gepäckablage eine lange Zeit «herumhantiert» hatte. Er hat ihr Sichtschutz gegeben als sie meinen Rucksack räumte. So muss es gewesen sein.

Als mein Ärger verfolgen war, hatte ich beinahe Mitleid mit den Dieben. Sie gehen ein Risiko ein für – in meinem Fall – wenig Geld. Und ich frage mich: Ist ihre Not so gross? Oder was drängt sie? Sind sie das letzte Glied in einer Kette? Werden sie unterdrückt, benutzt, ausgenutzt? Ich stehe in Gedanken versunken am Bahnhof und warte auf den Bus, der mich nach Hause bringt. Dann die Situation, die sich am Bahnhof immer und immer wiederholt: «Guten Tag, Madame, haben Sie vielleicht etwas Kleingeld für mich?», so spricht mich ein eher ungepflegter nicht mehr ganz junger Mann an. Auch das noch, denke ich und: es nervt. Doch dann sage ich ebenso freundlich zu ihm: «Es tut mir leid, ich habe gar kein Geld dabei. Mir wurde eben die Geldbörse gestohlen.». Er schaut mich mit grossen Augen an und sagt: «Das tut mir sehr leid für Sie.» Und ich füge noch bei: «Im Zug.» Er: «Das ist unglaublich. Ich wünsche Ihnen trotzdem noch einen ganz schönen Tag.» Dann geht er weiter und fragt den nächsten Passanten. Er lässt mich mit einem Lächeln auf den Lippen zurück. Seine Anteilnahme empfand ich als echt und tat mir in dem Moment einfach gut. Es sind die kleinen Dinge, die den Alltag plötzlich in ein neues Licht rücken können. Die Diebe und den Diebstahl habe ich bereits vergessen, aber nach dem Bettler am Bahnhof halte ich Ausschau. Nächstes Mal habe ich Kleingeld dabei.

Sibylle Hardegger

Unterwegs in den Seelenlandschaften

Der Besuch der Ausstellung Seelenlandschaften im Landesmuseum Zürich war mehr als ein Gang durch Bilder.
Er wurde zu einem Weg nach innen.

Die Werke öffnen Räume für das, was in uns lebt:
Gefühle, Erinnerungen, Spannungen, Hoffnungen.
Sie zeigen Seelenleben nicht geordnet oder abgeschlossen,
sondern in Bewegung – vielschichtig. C.G. Jung beschreibt die Seele als Teil eines kollektiven Unbewussten,
das sich in archetypischen Bildern und Symbolen zeigt –
Bildern, die Menschen über Zeiten und Kulturen hinweg verbinden.
Jung hielt seine eigenen Erfahrungen mit dieser seelischen Dimension nicht nur schreibend fest.

Immer wieder taucht in seinen Arbeiten das Mandala auf:ein Symbol der seelischen Ganzheit, die er das Selbst nannte.

Beim Gehen durch die Ausstellung wurde genau dies spürbar: dass Bilder mehr sagen können als Worte.
Dass sie etwas in uns berühren.

Hier öffnet sich auch eine leise Verbindung zum Glauben.
Nicht als Erklärung.
Nicht als fertige Antwort.
Sondern als Raum.

Die Seelenlandschaften laden ein, dieser inneren Bewegung Raum zu geben.Und vielleicht einander neu zu begegnen – mit mehr Tiefe und Verbundenheit.

Barbara Melzl

In Luzern stehen 16 König:innenfiguren an verschiedenen Orten in der Stadt:
in Kirchen, Bibliotheken, Treffpunkten und öffentlichen Räumen.
Jede Figur ist Ausdruck einer Würde, die niemand verlieren kann.
Und jede öffnet einen Raum der Begegnung und der Reflexion –
einen Raum zum Innehalten und Wahrnehmen.

Wenn wir Menschen begegnen –
auf der Strasse,
im Gespräch,
oder in der Stille eines Raumes –,
dann begegnen wir auch der Würde, die jedem Menschen innewohnt.

Diese Ausstellung ist eine Einladung,
den Blick zu schärfen,
das Herz zu öffnen
und die Würde im Anderen
wie auch im eigenen Selbst zu entdecken.

Die Ausstellung „Würde unantastbar“ lädt ein, genau hinzusehen:
nicht nur auf die Figuren,
sondern auf uns selbst –
und aufeinander.

Barbara Melzl

In diesen Tagen, wenn die Dunkelheit früh hereinfällt und die Winterlandschaft zur Ruhe kommt, lädt der Laternenweg – Weg der 1000 Lichter im Naturpark Blausee zu einem besonderen Spaziergang ein:
langsamer zu werden.

Nicht, um anzukommen.
Sondern um wahrzunehmen.

Wer langsamer wird, beginnt wahrzunehmen:
die Stille zwischen den Gedanken,
den Atem im eigenen Rhythmus,
das Vertrauen, das wächst,
wenn wir uns dem Licht anvertrauen, das da ist.

Es ist mehr als ein Spaziergang.
Es ist ein Moment der Achtsamkeit –
ein langsames Gehen durch Licht und Schatten,
durch Stille und warmes Leuchten.

Vielleicht ist dieser Weg auch ein Bild für unseren eigenen Glaubensweg:
nicht immer klar, nicht immer hell – aber begleitet.

Barbara Melzl

Foto: Barbara Melzl

Kürzlich habe ich einen Spaziergang durch die Verenaschlucht bei Solothurn unternommen. Eine wunderschöne beinahe mystische Gegend. Am Wegrand hat jemand in unregelmässigen Abständen Kerzen aufgestellt. Mal eine, mal zwei. Für mich ein Sinnbild des Lebens.

Immer wieder scheint am Rand meines Lebenswegs ein Licht auf, das jemand für mich bereits stellt: Ein Lob, eine Aufmunterung, ein kleines Geschenk, ein nettes Wort. Es ist die Kunst des Lebens, diese Lichter wahrzunehmen.

Sibylle Hardegger

Weihnachten gilt seit jeher als das Fest der Herzen – doch in Apenrade erhält diese Idee eine besondere, beinahe märchenhafte Tiefe. Hier lassen liebevoll engagierte Ehrenamtliche eine Wärme entstehen, die gerade diejenigen erreicht, die sie in dieser Zeit am meisten brauchen.

Das Bahnhofsviertel

Im alten Bahnhofsviertel erwacht jedes Jahr die „Stadt der Weihnachtsherzen“ (Julehjertebyen) zum Leben – ein Ort, an dem es scheint, als läge über allem ein sanfter Zauber. Aus einem alten gusseisernen Ofen steigen süße Düfte von frisch gebackenen Pförtchen und warmem Milchreis auf. Das Essen wird mit offenem Herzen kostenlos verteilt, damit jeder Besucher ein Stück Weihnachtswärme mit nach Hause nehmen kann. Daneben gibt es kleine, festlich geschmückte Essensstände, an denen liebevoll zubereitete Köstlichkeiten verkauft werden.

Alle Zutaten stammen aus großzügigen Spenden der örtlichen Gewerbetreibenden, und hunderte Ehrenamtliche schenken ihre Zeit, um dieses Weihnachtswunder möglich zu machen.

Die kleinen Holzhäuser

Das Ziel der Stadt der Weihnachtsherzen ist es, inmitten des winterlichen Apenrade einen Ort zu erschaffen, an dem man Weihnachten so erleben kann, wie es vielleicht um 1850 gewesen sein könnte – still, warm, nostalgisch und voller Licht. Die kleinen Holzgebäude sind detailreiche Nachbildungen historischer Häuser der Stadt: des alten Rathauses, der Kirche, der Sdr. Hostrup Kro, der Sct. Jørgens Kirche, des Folkehjemmet und des Bahnhofs. Zwischen ihnen glitzert das Licht der Laternen, und für einen Augenblick fühlt man sich, als würde die Zeit stillstehen. (Mandy Friesike)


Mehr erfahren auf Visitsonderjylland

Subscribe
Notify of
guest

0 Comments
Älteste
Neuester Meistgewählt
Inline Feedbacks
View all comments

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Das Fasten reinigt den Geist und stärkt die Seele.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Die Regeln der Kirche in Bezug auf das Fasten und Feiern werden recht gut eingehalten. Die Reichen halten das Feiern und die Armen das Fasten ein.

(Philip Sidney, 1554 – 1586)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Das Fasten, das Gott am besten gefällt, ist nicht der Verzicht auf Alkohol, Süßigkeiten, Internet oder Fernsehen, sondern der Verzicht auf die Sünde.

(Josef Bordat, *1972)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Fasten heißt, auf sein Recht zu verzichten, wo andere darunter leiden würden.

(Stefan Fleisicher, *1938)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Der Appetit kommt mit dem Essen, aber noch häufiger mit dem Fasten.

(Willy Millowitsch, 1909 – 1999)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Der gefrässige Mensch ist nicht imstande, die Faulheit zu überwinden, und der gefräs-sige und müssige wird niemals die Kraft besitzen, die Fleischeslust zu bekämpfen. Da-rum beginnt, im Sinne aller Lehren, das Streben nach Enthaltsamkeit mit dem Kampfe gegen die Gefrässigkeit, beginnt mit Fasten.

(Leo Tolstoi, 1828-1910)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Besser ist es, die Zunge zu beherrschen, als zu fasten bei Wasser und Brot.

(Johannes vom Kreuz, 1542-1591)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Wenn du nicht fastest, siehst du das Geheimnis nicht.

(aus Afrika)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Ein Mensch, der seiner Sünden wegen fastet, aber hingeht und dasselbe wieder tut. Wer wird sein Gebet erhören und was hat er von seinem Fasten?

(Sir 34,31)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Dann rief ich dort am Fluss bei Ahawa ein Fasten aus; so wollten wir uns vor unserem Gott beugen und von ihm eine glückliche Reise erbitten für uns, unsere Familien und die
ganze Habe.

(Esra 8,21)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Zuerst wird nur der Mangel gefühlt; dann verschwindet das Verlangen nach Nahrung... Der Körper wird gleichsam aufgelockert. Der Geist wird freier. Alles löst sich, wird leichter, Last und Hemmung der Wirklichkeit kommen in Bewegung; der Raum des Möglichen wird weiter... Der Geist wird fühliger. Das Gewissen wird hellsichtiger, fei-ner und mächtiger. Das Gefühl für geistige Entscheidungen wächst.

(Romano Guardini, 1885-1968)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Gebet, Barmherzigkeit und Fasten, diese drei bilden nur eines. Sie geben einander das Leben. Denn die Seele des Gebetes ist das Fasten. Das Leben des Fastens ist die Barm-herzigkeit. Niemand reisse sie auseinander. Wenn man nur eines von diesen dreien hat, so hat man nichts. Wer also betet, der faste, wer fastet, der übe Barmherzigkeit.

(Petrus Chrysologus, um 380 – 451)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Der Heuchler fastet, damit man ihn lobe; der Geizhals, damit man seine Börse fülle; der Gerechte, um Gott zu gefallen.

(Antonius von Padua, 1195 – 1231)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Das Fasten ist die Speise der Seele. Wie die körperliche Speise stärkt, so macht das Fasten die Seele kräftiger und verschafft ihr bewegliche Flügel, hebt empor und lässt sie über himmlische Dinge nachdenken.

(Johannes Chrysostomos, um 350 – 407)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Der Körper würde gern der Seele das Fasten überlassen.

(aus Irland)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig.

(Sure 2, Vers 183)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Auch jetzt noch - Spruch des Herrn: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen.

(Joel 2,12)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

(Mt 6,17-18)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

(Mt 6,16)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Wir fasteten also und suchten in dieser Sache Hilfe bei unserem Gott und er hörte uns.

(Esra 8,23)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Fasten stiftet Frieden. Das Fasten würde alle lehren, die Liebe zum Geld, zu überflüssigen Dingen und im Allgemeinen die Neigung zu Feindseligkeiten aufzugeben.

(Basilius der Groe, 330 – 379)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Fasten heisst lernen, genügsam zu sein; sich weigern, in Materie zu ersticken; sich von allem Überflüssigen lächelnd verabschieden.

(Phil Bosmanns, 1922 – 2012)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.

(Jes 58,6-7)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Das Fasten ist die Speise der Seele. Wie die körperliche Speise stärkt, so macht das Fasten die Seele kräftiger und verschafft ihr beweglichere Flügel, hebt sie empor und lässt sie über himmlische Dinge nachdenken, indem es sie über Lüste und die Freuden des gegenwärtigen Lebens erhaben macht. Wie leichte Fahrzeuge das Meer schneller durchqueren, schwerbelastete Schiffe aber untergehen, so macht das Fasten die Gedan-ken leichter.

(Johannes Chrysostomus, + 407)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Das Fasten ist der Frieden des Körpers.

(Petrus Chrysologus, um 380 – 451)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Siehe da, was das Fasten wirkt. Es heilt die Krankheiten, trocknet die überschüssigen Säfte im Körper aus, vertreibt die bösen Geister, verscheucht verkehrte Gedanken, gibt dem Geist grössere Klarheit, macht das Herz rein, heiligt den Leib und führt schliess-lich den Menschen vor den Thron Gottes… Eine große Kraft ist das Fasten und ver-schafft große Erfolge.

(Athanasius, um 300 – 373)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Im Fasten verwendet nun der Organismus die sonst für die Verdauung tätigen Energien sofort zur Abheilung der jeweils erkrankten Bezirke unter „sachverständiger“ Leitung des „Inneren Arztes“, den der alte Paracelsus den „Archaeus“, den Urarzt, nannte.

(Otto Buchinger, 1878-1966)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Fasten betrifft den ganzen Menschen, jede einzelne seiner Körperzellen, seine Seele und seinen Geist.

(Hellmut Lützner, 1928-2020)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Fasten führt zu einer tiefen Verbundenheit mit sich selbst, mit den anderen Menschen und mit der Natur, deren Luft wir atmen, deren Wasser wir trinken, die uns ernährt, von der wir also leben.

(Niklaus Brantschen, *1935)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mässig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente.

(Hippokrates, um 460 vC. – um 370 nC)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Das Ziel des Fastens ist die innere Einheit.

(Thomas Merton, 1915-1968)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Ich faste für mehr körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

(Platon, 427-347)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Die besten aller Heilmittel sind die Ruhe und das Fasten.

(Benjamin Franklin, 1706-1790)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Gelegentliches Fasten ist die beste Heilnahrung.

(Ebo Rau, *1945)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Verzicht nimmt nicht. Verzicht gibt. Er gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen.

(Martin Heidegger, 1889-1976)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Jeder kann zaubern, jeder kann seine Ziele erreichen, wenn er denken kann, wenn er warten kann, wenn er fasten kann.

(Herman Hesse,1877-1962)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebenso wenig verzichten wie auf meine Augen. Was die Augen für die äussere Welt sind, das ist das Fasten für die innere.

(Mahatma Gandhi, 1869-1948)

40 Worte zur Fastenzeit

von Weihbischof Josef Stübi
Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu! Gib dem Hungrigen von deinem Brot und dem Nackten von deinen Kleidern! Wenn du Überfluss hast, dann tu damit Gutes und sei nicht kleinlich, wenn du Gutes tust. Such nur bei Verständigen Rat; einen brauchbaren Ratschlag verachte nicht!

(Tobit 4,15a-16.18.)

Glaube & Gemeinschaft

Folge glaubenspiazza auf Instagram und TikTok. Dort findest Du Gedanken und Worte, die tragen.

Werde Teil unserer Community. 🤍

40 Worte zur Fastenzeit

von Bischof Josef Stübi
Gott, in deiner Liebe und Güte hast du uns gelehrt, dir in Busse, Gebet, Fasten und Nächstenliebe nahe zu sein. Nimm unser Fasten als Zeichen des guten Willens und und richte uns auf, wenn wir schwächeln, durch deine unendliche Barmherzigkeit; durch Jesus Christus, unseren Bruder Amen.