«Asche auf mein Haupt», ein schöner altertümlicher Spruch, der uns an den Beginn der Fastenzeit erinnert, mehr noch an den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen. «Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück», wie oft habe ich das als Ministrant gehört, wenn ich an Beerdigungen auf dem Dorf teilgenommen habe. Wie selbstverständlich hat sich mir diese besondere Stimmung eingeprägt. Hier passiert etwas zwischen Himmel und Erde, etwas was uns unserem gewöhnlichen Alltag enthebt. Gleichzeitig herrschte eine gewisse Form der positiven Routine.
Ich glaube, dass ich – bei aller Trauer und Erschütterung, die die persönliche Konfrontation mit dem Sterben in meiner unmittelbaren Umgebung selbstverständlich auch mit sich gebracht hat – in diesen Momenten der frühen Begegnung mit Werden und Vergehen einen natürlichen Umgang mit dem Kreislauf von Werden und Vergehen gewonnen habe. Insofern kann der Aschermittwoch zu einem Tag des Aufbruchs werden. Ja, ich bin Staub, aber ich muss nicht in Sack und Asche gehen, um im Bild zu bleiben. Ich werde lediglich an die Bedeutung meiner Routinen erinnert und bin frei zu entscheiden, von welchen ich mich verabschieden möchte und welche zu mir gehören.
