Ich habe einen Baum. Er steht auf dem Rücken des Gurten gegenüber von meinem Wohnzimmer. Er hilft mir, mich zu fokussieren und gibt mir das Gefühl von Vertrauen und Kontinuität. Wenn es mir gelingt, versuche ich jeden Morgen zwanzig Minuten zu sitzen. Dabei ist der Baum mein Partner. Er strahlt eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit aus. Er steht allein für sich, aber er steht. Er ist dem Wandel des Wetters ausgesetzt, aber er steht. Er ist mit der Welt in Kontakt und steht doch selbstbewusst für sich ein. Gerade wenn ich meine spirituellen Routinen mal wieder etwas vernachlässigt habe, freue ich mich auf meinen Baum. Er klagt nicht. Er sagt: Es ist gut, dass du jetzt da bist.
