Vor einigen Monaten habe ich mich dabei erwischt, dass ich täglich am Morgen reflexartig mein Handy zücke, sobald ich das Tram besteige. Ich könnte mein Konto kontrollieren, sehen, wie das Wetter wird, meine E-Mails checken, bevor ich ins Büro gehe oder mein Lieblingskartenspiel spielen. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass alle Menschen in ihr Handy starren und ich habe mich selbst in ihnen wieder entdeckt. Seitdem nutze ich die Zeit für mich. Ich lächle in die Gesichter anderer Menschen, beobachte die Eltern mit ihren Kindern, schaue aus dem Fenster und fühle mich dadurch mitten im Leben.
