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Immer neu aufbrechen!

Als ich noch Kind war, fuhren wir im Sommer immer in die Berge. Unser Ferienbeginn war immer speziell. Mein Vater wollte rechtzeitig los – mit dem ersten Zug ab Basel. «Dann hat es noch nicht so viele Leute.» Das hiess für uns jeweils: Tagwacht um 04.00 Uhr! Aufregung und Anspannung waren gegeben. Was würden die Ferien an Überraschendem und Schönem bringen? Und natürlich konnte ich am Abend vor dem Abreisetag nicht einschlafen. So fühlte sich der mühsam erhaschte Schlaf nach dem Aufwachen wie ein Sekundenschlaf an. Ein Bild aus dieser «Aufbruchsszene» hat sich bei mir eingeprägt. Ich trage meinen Wanderrucksack, vollbepackt mit meinen wichtigsten Dingen, sitze auf meinem Reisekoffer, die Beine baumeln auf beiden Seiten runter und ich warte, bis der Taxifahrer klingelt.

Es ist einer von vielen Aufbrüchen im Leben – nur ein kleiner. Und doch kommt mir das Bild immer an der Schwelle des Jahres in den Sinn. Was habe ich beim Aufbruch in das neue Jahr in meinem Rucksack? Da gibt es vieles, was ich aus dem vergangenen Jahr mitnehme. Viele schöne Stunden, Begegnungen, geteilte Freude, auch Erfolge. Sie machen das vergangene Jahr reich. Der Rucksack ist prall gefüllt. Es gibt auch anderes, das versuche ich zurückzulassen. Das Jahr 2025 war auch ein Heiliges Jahr. Dazu habe ich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit eine Videoserie produziert. Dabei habe ich die Protagonisten gefragt, was ihnen im Heiligen Jahr und darüber hinaus wichtig ist. Es ist die Hoffnung auf Frieden und auf ein Miteinander in unserer Welt, so die einhellige Antwort. Dies ist auch meine Hoffnung. Am 1. Januar feiern wir das Hochfest der Gottesmutter Maria und den Weltfriedenstag. Packen wir den Segen Gottes, der uns die Lesung im Gottesdienst zuspricht, zuoberst in unseren Rucksack und zögern wir nicht, ihn weiter zu schenken: «Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.»

Sibylle Hardegger 

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Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu! Gib dem Hungrigen von deinem Brot und dem Nackten von deinen Kleidern! Wenn du Überfluss hast, dann tu damit Gutes und sei nicht kleinlich, wenn du Gutes tust. Such nur bei Verständigen Rat; einen brauchbaren Ratschlag verachte nicht!

(Tobit 4,15a-16.18.)

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Gott, in deiner Liebe und Güte hast du uns gelehrt, dir in Busse, Gebet, Fasten und Nächstenliebe nahe zu sein. Nimm unser Fasten als Zeichen des guten Willens und und richte uns auf, wenn wir schwächeln, durch deine unendliche Barmherzigkeit; durch Jesus Christus, unseren Bruder Amen.