Die Glaubenspiazza lebt von Menschen wie dir. Von euren Gedanken, euren Fragen, euren Hoffnungen – und all dem, was euch im Alltag berührt. Mit ‹Post aus der Community› möchten wir einen Ort schaffen, an dem genau das Platz hat: eure Perspektiven.
Vielleicht möchtest du eine Erfahrung teilen, die dich inspiriert hat. Vielleicht bewegt dich ein Thema, das du zur Diskussion stellen möchtest. Oder du hast einen Impuls, der anderen gut tun könnte. Was immer es ist – wir freuen uns darauf.
Deine Einsendungen werden von unserem Team gesichtet und – wenn sie thematisch passen – auf der Glaubenspiazza veröffentlicht. So entsteht ein lebendiger Austauschraum, der von vielen getragen wird. Offen, respektvoll und neugierig auf das, was Menschen miteinander teilen können.
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In diesen Tagen, wenn die Dunkelheit früh hereinfällt und die Winterlandschaft zur Ruhe kommt, lädt der Laternenweg – Weg der 1000 Lichter im Naturpark Blausee zu einem besonderen Spaziergang ein:
langsamer zu werden.
Nicht, um anzukommen.
Sondern um wahrzunehmen.
Wer langsamer wird, beginnt wahrzunehmen:
die Stille zwischen den Gedanken,
den Atem im eigenen Rhythmus,
das Vertrauen, das wächst,
wenn wir uns dem Licht anvertrauen, das da ist.
Es ist mehr als ein Spaziergang.
Es ist ein Moment der Achtsamkeit –
ein langsames Gehen durch Licht und Schatten,
durch Stille und warmes Leuchten.
Vielleicht ist dieser Weg auch ein Bild für unseren eigenen Glaubensweg:
nicht immer klar, nicht immer hell – aber begleitet.
Barbara Melzl
Foto: Barbara Melzl
Kürzlich habe ich einen Spaziergang durch die Verenaschlucht bei Solothurn unternommen. Eine wunderschöne beinahe mystische Gegend. Am Wegrand hat jemand in unregelmässigen Abständen Kerzen aufgestellt. Mal eine, mal zwei. Für mich ein Sinnbild des Lebens.
Immer wieder scheint am Rand meines Lebenswegs ein Licht auf, das jemand für mich bereits stellt: Ein Lob, eine Aufmunterung, ein kleines Geschenk, ein nettes Wort. Es ist die Kunst des Lebens, diese Lichter wahrzunehmen.
Sibylle Hardegger
Weihnachten gilt seit jeher als das Fest der Herzen – doch in Apenrade erhält diese Idee eine besondere, beinahe märchenhafte Tiefe. Hier lassen liebevoll engagierte Ehrenamtliche eine Wärme entstehen, die gerade diejenigen erreicht, die sie in dieser Zeit am meisten brauchen.
Das Bahnhofsviertel
Im alten Bahnhofsviertel erwacht jedes Jahr die „Stadt der Weihnachtsherzen“ (Julehjertebyen) zum Leben – ein Ort, an dem es scheint, als läge über allem ein sanfter Zauber. Aus einem alten gusseisernen Ofen steigen süße Düfte von frisch gebackenen Pförtchen und warmem Milchreis auf. Das Essen wird mit offenem Herzen kostenlos verteilt, damit jeder Besucher ein Stück Weihnachtswärme mit nach Hause nehmen kann. Daneben gibt es kleine, festlich geschmückte Essensstände, an denen liebevoll zubereitete Köstlichkeiten verkauft werden.
Alle Zutaten stammen aus großzügigen Spenden der örtlichen Gewerbetreibenden, und hunderte Ehrenamtliche schenken ihre Zeit, um dieses Weihnachtswunder möglich zu machen.

Die kleinen Holzhäuser
Das Ziel der Stadt der Weihnachtsherzen ist es, inmitten des winterlichen Apenrade einen Ort zu erschaffen, an dem man Weihnachten so erleben kann, wie es vielleicht um 1850 gewesen sein könnte – still, warm, nostalgisch und voller Licht. Die kleinen Holzgebäude sind detailreiche Nachbildungen historischer Häuser der Stadt: des alten Rathauses, der Kirche, der Sdr. Hostrup Kro, der Sct. Jørgens Kirche, des Folkehjemmet und des Bahnhofs. Zwischen ihnen glitzert das Licht der Laternen, und für einen Augenblick fühlt man sich, als würde die Zeit stillstehen. (Mandy Friesike)
