SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT – Weisser Sonntag
Der zweite Sonntag der Osterzeit bekam durch Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 den Titel: «Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit». Allerdings hat dieser Sonntag noch eine viel ältere Bezeichnung, nämlich «Weisser Sonntag». Diese Bezeichnung geht bis in die ersten christlichen Jahrhunderte zurück. In jener Zeit war der hauptsächliche Tauftermin die Osternacht. Die Neugetauften, das waren vor alle Erwachsene, trugen das weisse Taufkleid eine Woche lang. Sonntags darauf legten sie dann diese Kleider wieder ab. Daher der Name «Weisser Sonntag».
Ab dem 17. Jahrhundert begann man am «Weissen Sonntag» mit den Kindern die feierliche Erstkommunion zu feiern.
Du Kreuz an der Wand – mein Erstkommunionkreuz
Du erinnerst mich an meine Erstkommunion – an «meinen» Weissen Sonntag
5. April 1970 – für mich ein wichtiges Datum.
Zum ersten Mal durfte ich dem begegnen, der an deinen Balken hängt –
in der Heiligen Kommunion – In jener weissen runden Hostie.
Was für ein feierlicher Moment, an den du mich erinnerst.
Ich habe nach der Kommunion in der Kirchenbank die Augen geschlossen und mit IHM geredet.
Ich weiss noch genau worüber.
Du Kreuz an der Wand – mein Erstkommunionkreuz
Du begleitest mich seit jenem feierlichen Tag
Wenn ich dich sehe, schenkst du mir ein gutes Gefühl.
ER und ich sind miteinander auf dem Weg,
seit meiner Erstkommunion ganz besonders.
Du Kreuz an der Wand – mein Erstkommunionkreuz
Wenn ich dich sehe, ist dies immer auch eine Begegnung mit IHM,
Es ist gut, dass du da bist – für IHN und für mich,
dass du mich all die Jahre still und leise begleitest– wie ER
Du Kreuz an der Wand – mein Erstkommunionkreuz
… du bist für mich ein Segen.
Josef Stübi, Weihbischof Bistum Basel
