Du bist Salz und Licht, Mt 5,13-16
„Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.“
Jesus sagt nicht: Ihr sollt es werden, sondern: Ihr seid es schon. Salz und Licht sind nichts Lautes, nichts Spektakuläres. Salz wirkt im Verborgenen, oft unbemerkt. Und doch macht es den Unterschied. Licht drängt sich nicht auf – es ist einfach da und vertreibt die Dunkelheit.
Manchmal fühlen wir uns klein, unscheinbar oder fragen uns, ob unser Tun überhaupt etwas bewirkt. Gerade dann erinnert uns dieses Evangelium: Es braucht nicht viel, um Wirkung zu entfalten. Ein gutes Wort, ein offenes Ohr, eine Haltung der Barmherzigkeit – das alles würzt das Leben anderer und bringt Licht in ihren Alltag.
Jesus traut uns zu, dass durch unser Leben etwas von Gottes Liebe sichtbar wird. Nicht, damit wir bewundert werden, sondern damit Hoffnung wächst und Gott Raum bekommt im Leben der Menschen.
Vielleicht ist der heutige Sonntag eine Einladung, darauf zu vertrauen: Ich muss nicht mehr sein, als ich bin. Wo ich mit Liebe handle, dort bin ich Salz. Wo ich mich nicht verstecke, dort leuchtet Licht.
Sonja Lofaro

Beim Einzug in ein neues Zuhause wünscht man mit
«Brot und Salz, Gott erhalt’s» das, was wirklich trägt.
Brot steht für das Lebensnotwendige, Salz für das Besondere –
für die Würze, die dem Alltag Geschmack gibt.
Salz fällt kaum auf. Und doch macht es den Unterschied: Ohne Salz bleibt alles fade.
Nicht das Spektakuläre verändert die Welt, sondern das, was still durchdringt.