Menschen verfallen dem Grössenwahn
Der Turmbau zu Babel erzählt von der menschlichen Versuchung, den Weg abzukürzen und das Ziel – den Himmel – mit Gewalt und Technik zu erzwingen. Menschen bauen sich selbst Denkmäler, statt Pilger zu bleiben. „Wir wollen uns einen Namen machen“, ist das Motto einer Menschheit, die Gott nicht mehr als Ziel braucht, sondern sich selbst genügt. Doch wer sich im eigenen Stolz einmauert, verliert die Verbindung zu den anderen. Die Sprache der Herzen verstummt, Verwirrung tritt an die Stelle von Gemeinschaft. Wahre Hoffnung wächst nicht in den Himmel des Stolzes, sondern dort, wo Frauen, Männer und Kinder auf dem Boden bleiben und einander wieder verstehen lernen.
Wo baue ich an meinen eigenen Türmen des Erfolgs und vergesse Brücken zu den Mitmenschen zu bauen?

bei genauem hinsehen, erkenne ich tatsächlich «kleine türme von babel» in meinem leben. zeit sie stein um stein abzutragen.