Eines Abends, während eines Abendessens unter jungen Leuten, darf ich ein bezeichnende Situation geniessen. Vier Jugendliche, die neben mir sitzen, diskutieren lebhaft über ein Thema, das unter Zwanzigjährigen nicht besonders angesagt ist: die Mariendogmen. Sie sind neu im Glauben: einige wurden erst vor ein paar Monaten getauft, andere haben die Taufe noch nicht empfangen. Ich beobachte sie. Sie sprechen über die theologischen Gründe, die die Glaubenswahrheiten rund um Maria stützen. Ein Junge betont, es gebe eine eiserne Logik hinter diesen Dogmen.
Es ermutigt mich, dass diese im materialistischen Rationalismus unserer Gesellschaft eingetauchten Jugendlichen die Theologie zu schätzen wissen. Die gegenwärtige Mentalität weist alles ab, was nicht empirisch messbar ist, während die theologische Wissenschaft auf ganz anderen Voraussetzungen beruht. Ich lerne daher, dass nicht nur das Herz bei der Bekehrung eine Rolle spielt. Der Kopf zählt auch.
