Am Eingang der Kathedrale liegt ein sehr interessanter Ort: der Buchhandel. Es handelt sich um einen kleinen Raum, der religiöse Bücher in verschiedenen Sprachen sowie Artikel wie Rosenkränze und Ikonen anbietet. Dort arbeiten Freiwillige, die sich von Montag bis Freitag sowie sonntags nach der Messe abwechseln.
Unerwarteterweise ist es oft gerade dieser Raum, der Menschen empfängt, die sich für den Glauben interessieren. Die Kirche wird nämlich als heiliger Ort wahrgenommen und flösst vielleicht etwas mehr Respekt oder Scheu ein. Man hat Angst, an einer Messe teilzunehmen und nicht zu wissen, was man antworten soll.
So entstehen im Buchhandel oft die ersten Begegnungen, die ersten Gespräche und die ersten Fragen, aus denen eine spannende neue Geschichte beginnen kann. Es braucht keinen Laden auf fünf Stockwerken – ein kleiner Raum genügt.
