Ich befinde mich in Stockholm für einen Besuch bei der katholischen Kirche Schwedens. Während ich im Herzen dieser wunderschönen Stadt spaziere, stosse ich auf einige Schautafeln. Sie erzählen die Geschichte der schwedischen Gesetzgebung zur Abtreibung, ausgehend von der Zeit, in der sie verboten war, bis heute, wo sie liberaler geregelt ist als in der Schweiz.
Der Ton der Texte ist dramatisch, intensiv, episch und mündet in die Feier eines Rechts, das in der skandinavischen Gesellschaft zu einem Dogma geworden ist. Es folgen Zeugnisse von Frauen, die abgetrieben haben oder von Männern, deren Partnerinnen die Schwangerschaft abgebrochen haben. Alle bekräftigen und preisen ihre eigene Entscheidung. Unter jedem ‘Zeugnis’ sind die Daten der durchgeführten Abtreibung aufgeführt.
